Rancilio Rocky S Kaffe & Espressomühle

Keine Esspressomaschine ohne Mühle!

Damit meine ich ausdrüklich keine Kaffeevollautomaten, wie man sie von Jura oder Saeco kennt. Diese gestalten zwar den Kaffeekonsum sehr komfortabel und liefern meist auch vernünftigen Brühkaffe, an einen richtigen Espresso (und somit auch Cappuccino) kommen sie allerdings nicht heran.

Mit dem Beitragstitel möchte ich vielmehr allen Neulingen in der Welt des Caffè gleich von Anfang an raten, bei Budgetplanungen für die Mühle genauso viel Geld wie für die Siebträgermaschine einzuplanen. Denn ohne den richtigen Rohstoff  kann die beste Maschine kein vernünftiges Ergebnis bringen! Eine Stradivari wäre ja auch ohne das spezielle Instrumentenholz zwar vielleicht äußerlich schön, der Klang würde aber  sicherlich nicht überzeugen…

Für mich begann mit der Fertigstellung meiner LaPavoni natürlich das Streben nach dem perfekten Espresso. Die Ergebnisse waren dabei aber fast durchgängig entäuschend, sowohl im Geschmack als auch im Aussehen. Die „Brühe“ sah bestenfalls aus wie Fiterkaffee, hatte also keine Crema (der goldbraune Schaum, den man auf gutem Espresso findet) und Konsistenz wie Wasser. Der Geschmack war meistene einfach nur bitter, keine Spur von Espresso-Geschmack!

Nachdem ich im Kaffe-Netz bereits öfter über den Hinweis gestolpert war, das die Mühle mindestens genauso wichtig wie die eigentliche Maschine ist, bin ich im ersten Schritt dazu über gegangen, eine alte Handmühle aus dem Keller meiner Freundin (Vielen Dank nochmal!) zu reaktivieren und die Bohnen selbst zu mahlen. Obwohl das Ergebnis deutlich besser war als gekauftes Pulver zu verwenden, schmeckte der Espresso aus meiner Maschine trotzdem noch relativ bitter, die Crema war meist unausgeprägt.

Da ich wusste, dass meine Pavoni bessere Ergebnisse produzieren können muss, habe ich mir im Forum eine gebrauchte Rancilio Rocky S gekauft:

Rancilio Rocky S Kaffee & Espressomühle
Rancilio Rocky S Kaffee & Espressomühle

Die Mühle selbst ist für mich perfekt, da das Kaffemehl direkt in den Siebträger gemahlen werden kann, die Maschine nicht zu groß und das Mahlergebnis überaus gut ist! Außerdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Mühle sehr gut, so dass ich sie durchaus Neulingen empfehlen würde.

Nachdem ich die Mühle mittlerweile knapp ein Monat habe, ist sie aus meiner Kaffee-Ecke in der Küche nicht mehr weg zu denken! Der Espresso schmeckt mittlerweile sehr gut, die starke Bitterkeit ist völlig verschwunden und die Crema dank feinerem Mahlgrad perfekt. Alles in allem überhaupt kein Vergleich zu vorher! Und genau deshalb: Keine Maschine ohne Mühle!

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