Fertiger Schrank mit Räuchergut

Räucherkammer Marke Eigenbau

„Selbstgemachtes is einfach am Besten“, diese Erfahrung haben wohl die meisten Hobbyköche, Gärtner und Heimwerker schon einmal gemacht. Lange ist mir dabei schon die Vorstellung von selbst Geräuchertem im Kopf herum geschwirrt, angeregt durch den tollen Geschmack, den ein niederbayrisches „Gselchtes“ entfalten kann. Einen solchen Genuss, den man heute (fast) nicht mehr käuflich erwerben kann, muss man erhalten! Doch dazu braucht man einen Räucherofen – den kann man sich doch auch gleich selbst bauen?


Jetzt werdet ihr euch denken, dass man einen Ofen zum Räuchern doch sicherlich viel einfacher kaufen kann. Prinzipiell stimmt das auch, allerdings war ich schlichtweg nicht dazu bereit, viel Geld (für einen vernünftigen Stahlofen muss man schon gut und gerne 400 € rechnen) für einen Ofen auszugeben, der dann am Ende vielleicht doch nicht mal meinen Anforderungen entspricht.
Für mich erschien also ein Ofen der Marke Eigenbau sinnvoller; die wesentlichen Gründe hierfür waren:

  • Selbst gebaut ist selbst geplant. Der Ofen kann vollkommen nach den eigenen Wünschen entwickelt und aufgebaut werden.
  • Holzöfen eignen sich vor allem auch zum Kalträuchern, da Kondenswasser im Vergleich zu Stahlöfen langsamer entsteht.
  • Auffrischen der eiegenen handwerklichen Fähigkeiten.

Aber wie soll er denn nun aussehen, der Ofen? Erst einmal ging es darum einen groben Plan zu zeichnen, wie die Grundstruktur und das Konzept aussehen sollte.

Nach Analyse verschiedener Ofenkonzepte (einige Hersteller bewerben ihre Produkte mit Lüftungskonzepten von denen man sich inspirieren lassen kann) habe ich mich für einen Zwei-Kammern-Ofen entschieden:
In der unteren Kammer werden Rauch (und Wärme) erzeugt und steigen über eine Öffnung in einem Zwischenboden in die Räucherkammer auf. Der Vorteil dieser Teilung ist, dass Flüssigkeit die vom Räuchergut (oder von der Decke) tropft nicht mit Glut oder Hitze in Verbindung kommt. Denn vor allem bei Verwendung von Holz als Rohstoff sollte man vermeiden, dass Öl in die Glut eines Glimmbrandes zur Raucherzeugung tropft 🙂

Die Größe der eigentlichen Räucherkammer sollte nach Erfahrung verschiedener Heimräucherer mindestens 100x60x60cm betragen, damit ausreichend Platz und genug Luftvolumen vorhanden sind. Ich habe mich schließlich für eine eine Gesamthöhe von 1,80m für beide Kammern entschieden, wobei der unter Teil 0,50 und der obere 1,30m in der Höhe misst. Breite und Tiefe liegen identisch bei Rund 0,65m.

Um die Sicherheit der Kammer zur garantieren sollte man die untere Kammer Blech oder andere nicht brennbare Materialen auslegen, damit einzelne Funken nicht zum Brand führen können. Entsprechendes Material kann man hier bei metallverarbeitenden Betrieben oder dem Großhandel besorgen, bzw. alternativ auch im Internet bestellen (Modulor ist sehr günstig und bietet eine große Auswahl). Dabei sollte verzinktes Material auf jeden Fall vermieden werden, da dieses unter Hitze Zinkoxid bilden kann (gesundheitsschädlich)! Edelstahl (V2A) oder normales Stahlblech sind hier im Gegensatz dazu unbedenklich, wobei Edelstahl meist besser aussieht und in der Regel rostfrei ist.

Falls man die Kammer im Winter betreiben will, sollte man auch eine Dämmschicht für die Kammern in Betracht ziehen. Dabei reicht in de Regel eine relativ dünne Schicht (2cm in meinem Fall) aus, um sehr große Temperaturstürze abzufedern und mit einer einfachen Heizung innerhalb der Kammer (beispielsweise ein Frostwächter)  die Temperaturen konstant über dem Nullpunkt zu halten.

 

Plan zeichnen und Material besorgen

Nachdem die groben Eckdaten des Traumofens festgelegt sind, sollte man zu aller erst alle umliegenden Baumärkte, Holzhandlungen und (soweit vorhanden) die eigenen Holzvorräte durchforsten!
Informiert euch über gängige Maße günstiger Hölzer und Größen, denn für Standardmaße gibt es meist deutlich bessere Angebote! Ich hatte den Fehler gemacht und mir erst einen Plan gezeichnet, bevor ich zum ersten mal im Baumarkt war….heute würde ich die Reihenfolge umdrehen, um mehrere Besuche dieser Märkte wird man ohnehin nicht herum kommen.

Speziell solltet ihr euch folgende Artikel ansehen:

  • Balken für die Rahmen von Ofen und Türen.
  • Holz für Außenverkleidung.
  • Holz für Innenverkleidung.
  • Nach Bedarf Dämmmaterial.
  • Scharniere zur Türbefestigung.
  • Stahlbleche.
  • Rundstäbe zur Aufhängung des Räucherguts.

Die Länge der einzelnen Teile bestimmt dabei maßgeblich, wie viel Verschnitt ihr am Ende haben werdet; ich konnte am Ende auf eine (fast volle) Kiste voller Holzteile blicken. Die Breite der Hölzer legt fest, wie viele Einzelstücke ihr zum Abdecken der gesamten Flächen braucht. Die Dicke aller Hölzer sollte mit Dämmung und Balken abgestimmt werden, so dass diese am Ende bündig abschließen können.

Ich habe mich dabei für Balken mit 58mm Stärke entschieden, was sich für die Stabilität als gute Wahl heraus gestellt hat. Die Innenverkleidung besteht in meinem Fall aus 12mm dickem Profilholz, das einfach ineinander gesteckt werden kann. Dieser Effekt ist bei der Innenverkleidung wichtig, da innerhalb der Kammer keinerlei verleimte oder verklebte Materialen verwendet werden sollten; man will ja schließlich kein Gesundheitsrisiko eingehen!

Mit diesem Wissen plant man also den Aufbau seines Räucherschrankes. Für mich sah der Grundplan folgendermaßen aus:

  • Konstruktion aus vier außenliegenden Balken (58mm), die an der Ober- und Unterseite sowie bei der Trennung von Raucherzeugungskammer und Räucherkammer jeweils durch Balken der gleichen Stärke verschraubt sind.
  • Innenverkleidung der beiden Kammern durch Profilhölzer zum Stecken (12mm).
  • Dämmschicht aus Kork mit 2cm Stärke (noch aus früheren Projekten vorhanden).
  • Außenverkleidung durch Dielenhölzer (ebenfalls noch aus früheren Projekten vorhanden).
  • Giebeldach mit Kaminabzug (regelbare Abluft mit Regenhaube).
  • Luftzufuhr (regelbar) an der unteren Tür.
  • Rollen zum einfachen Transport.

Sobald der Plan gezeichnet ist, sollte der nächste Schritt die Berechnung der benötigten Materialen sein. Hier kann man sich seiner mathematischen Grundkenntnisse ermächtigen und die Flächen der Innen- und Außenverkleidungen berechnen, woraus man wiederum die Anzahl an Laufmetern bestimmen kann.  Mit diesem Wissen kann man guter Dinge im Holzhandel oder Baumarkt die benötigten Rohstoffe kaufen.

Ich habe mir besorgt:

  • 8 x 58mm Balken.
  • 30 x 210cm Profilholz (Stärke 12mm).
  • Spax zum Verschrauben.
  • Scharniere zur Türaufhängung.
  • Stahlblech (200cm x 100cm x 0,7mm) zur Auskleidung der Raucherzeugungskammer.
  • 3 Holzrundstäbe, an denen das Räuchergut aufgehängt wird.
  • Regenkappe mit Kaminrohr Durchmesser 120mm.
  • Gehrungssäge, um bestimmte Winkel sägen zu können.

Die restliche Materialien (Dielenhölzer, Dachpappe, Nägel, kleinere Hölzer) hatte ich glücklicherweise noch zu Haus, nachdem alles besorgt war ging es weiter zum….

Bauen, Bauen und …. Bauen!

Jetzt geht es also los! Gestartet wird mit dem Grundgerüst, es folgt die Innenverkleidung, Dämmung und Außenverkleidung. Der Dachaufbau, Zu- und Abluft können relativ problemlos am Ende installiert werden, vorausgesetzt man setzt hier nicht auf sehr ausgefallene Lösungen.

Die Profilhölzer für die Innenverkleidung habe ich vorab für die vier Flächen in den entsprechenden Längen zugeschnitten. Gegeneinander sind die Hölzer im 45°-Winkel gesägt, damit diese später einfach zu einem rechten Winkel zusammen gesetzt werden können.

An den vier Außenbalken wurde eine Nut ausgefräst und in diese nach dem Verschrauben der Außenbalken die Innenverkleidungshölzer gesetzt.

Nach dem Zuschnitt der ersten Materialen, Verschrauben des Grundgerüsts und einsetzten der ersten Profilhölzer konnte das Endergebnis zumindest schon erahnt werden:

Nachdem die Innenverkleidung kompett eingesetzt war, mussten die Böden (Boden, Zwischenboden und Decke) eingesetzt werden, da diese später nicht mehr zugänglich gewesen wären:

 

Anschließend wurden jeweils in die drei Seitenflächen auf die Innenverkleidung die Korkplatten gelegt und diese nach Außen hin durch die Holzdielen verschraubt. Nach rund 20 Stunden Arbeit war letztlich der Korpus des Räucherofens soweit fertig.

Der vorerst letzte Schritt bevor der Ofen eingeweiht werden konnte, war der Bau und die Installation der Türen und des Dachs. Die Türen wurden dabei jeweils wiederum aus Rahmenhölzern und Dielen- bzw. Profilhölzern erstellt. Die Dachkonstruktion besteht ebenfalls aus einem Rahmen und Innenplatten aus Vollholz und ist durch Dachpappe vor Regen und Witterungseinflüssen geschützt.

Dabei erwies es sich als relativ zeitintensiv, die Türen passgenau zusammen zu bauen: Da einige Hölzer nicht korrekt eben waren, musste an einigen Stellen manuell nachghobelt und die Türen einige Male aus- und eingebaut werden. Auch die Installation des Kamines erwies sich als aufwändiger als gedacht, da die Löcher passgenau in die Decke der Räucherkammer und in das Dach gesägt werden mussten. Auch hier musste einige Male nachgearbeitet werden bis der Kamit passgenau sitzte.

Am Ende bot sich allerdings ein Ofen, der sich sehen lassen kann!

Natürlich ist diese Baubeschreibung relativ knapp gehalten. Aus meiner Sicht ist es allerdings wenig sinnvoll, hier ausführlich alle Schritte des Baus zu erklären, da sich dieser für jeden anders geplanten Ofen grundlegend unterscheiden kann. Vielmehr sollen Anregungen und verschiedene Tipps (z.B. Einkauf, Plan) geliefert werden, die den Bau des eigenen Traumofens „Marke Eigenbau“ auf die Beine helfen!

Einige Fakten zum Schluss:

  • Arbeitszeit gesamt, geschätzt: 35 Stunden (4 x 8 Stunden & Kleinarbeiten).
  • Kosten: ~150€ für Material + 150€ für Werkzeuge.
  • Spaßfaktor: Zu Beginn und am Ende groß, zwischendurch teilweise sehr zäh.
  • Geschmacksfaktor: SEHR hoch!

31 comments on “Räucherkammer Marke EigenbauAdd yours →

  1. Hallo,
    ein toller Räucherofen, denn du da gebaut hast. Ich plane auch gerade einen Räucherofen zu bauen, habe aber noch nicht passendes gefunden. Heute nun stoße ich auf deine Seite und bin begeistert. Das man einen Räucherofen aus Holz bauen kann, daran hatte ich noch garnicht gedacht. Welches Material hast du zum Dämmen genommen?
    Viele Grüße aus Thüringen Thomas

    1. ich habe beim Dämmmaterial auf Kork gesetzt. Ist zwar unverschämt teuer, aber ich hatte noch das Glück, welches daheim zu haben. Insgesamt würde ich dir empfehlen, nur auf natürliche Materialien zu setzten und am besten auch keine verleimten Bretter zu nehmen. Grund: Bei Hitzeentwicklung ist damit nicht auszuschließen, dass diese „ausdampfen“, was von schlechtem Geschmack bis Gesundheitsschädigung alles bedeuten kann…Auf jeden Fall viel Spaß und Glück beim Bauen! ch

  2. Hallo,

    bin gerade dabei nach deiner Vorlage einen Räucherofen zu bauen. Eine Frage stellt sich mir, ich möchte den Ofen zum Heißräuchern nutzen. Wie bekommst du die erforderliche Temperatur in den Ofen?

    1. Ohne eine Heizung geht bei Räucheröfen dieser Bauart meines Wissens generell nichts voran. Ich nutze aktuell einen einfachen E-Grill (in der Brennkammer) zusammen mit einem Thermostatregler (außerhalb) mit Temperaturfühler (in der Selchkammer). Damit komme ich sehr einfach und kostengünstig auf die gewünschten Temperaturen. Ein Alterantive wäre natürlich Gasheizung! VG, Christoph

  3. Hallo,
    eine wirklich gelungene Konstruktion, hat sich der Ofen in der Praxis behauptet bzw. bewährt?
    Eine Frage hätte ich noch: kannst Du damit heißräuchern bzw. hast Du den Feuerraum nach oben hin besonders gedämmt oder reicht das Stahlblech aus??
    Vielen Dank für Deine Info
    Grüße aus Dessau

    1. Hi Thomees,
      ich räuchere nicht über 80° aktuell, bis dahin hatte ich aber bisher keinerlei Probleme (mit Elektrogrill im Brennraum). Meiner Meinung nach reicht das Stahlblech als Isolierung aus, die meisten Wärmeverlust habe ich aktuell an den Türöffnungen (wo ich wohl noch nacharbeiten werde) und an der Oberseite des Schrankes. Beim Stahlblech solltest du allerdings auf die Legierung achten (kein verzinktes Material, da hier giftige Stoffe entstehen können). VG, Christoph

  4. Dein Ofen sieht genial aus. Zum Glück macht mein Sohn gerade eine Tischerlehre, sodass wir gut an da Werkzeug ran kommen.
    Ich werde Deine Konstruktion als Anregung für meinen Ofen benutzen.
    Mir fällt auf, das Du die Brennkammer direkt unter die Räucherkammer palziert hast. Wie kannst Du sicher stellen, das die Tempatur nicht über die 25 Grad ansteigt. Ich hatte damt in der Vergangénheit gerade bei diesem Punkt große Probleme mit einem umgebauten Saunaofen.
    Ich habe in der Vergangenheit immer einen Ofen ausserhalb des Ofen plaziert, und den Rauch über ein externes Rohr in die Kammer geleitet.
    Deine Idee ist natürlich sehr viel Einfacher.

    1. Hi Tom, ich habe keine Erfahrungen mit Räuchern im Sommer; im Winter ist die vom Sparbrand entstehende Hitzeentwicklung bei mir jedoch noch nie problematisch gewesen. Da der Ofen relativ hoch konstruiert ist, ist die räumliche Distanz zwischen Sparbrand und Fleisch insgesamt sehr hoch, so dass ich nie Temperaturen über 20° im Ofen habe (ohne Heizung).
      VG, Christoph

  5. Hallo…

    Hab mir grad deine Selchkammer angesehn…ein super teil…respekt…jetzt zu meiner fragen…muss man es isolieren…kann man das auch mit styropor machen…dann zu dem bild mit offener türe…und dem leckeren speck…ich seh da ober deiner brennkammer einen topf oder sowas…für was ist das…und hast du in der eigentlichen feuerkammer noch ein gefäss in welchen du die brennbaren materialien hast…grüassle und danke schonmal…Didi

    1. Hi Didi,
      Isolation halte ich in jedem Fall sinnvoll; da du sonst zu große Wärmeverluste aben wirst und vor allem im Winter dir dadurch das Fleisch schnell in den negativen Temperatur-Bereich abrutschen kann. Bei der Auswahl des Materials kannst du im Prinzip alles nutzen, was dir persönlich zu sagt. Ich habe mich gegen Styropor und für Kork entschieden, da ich ein Fan von Naturstoffen bin (die keine Stoffe ausgasen können) und nicht bei sehr hohen Temperaturen arbeite. Generell achte auf Hitzestabilität, auf die Verträglichkeit, evtl. Stoffe die austreten können. VG, Chigge

  6. Hallo,

    ich bin gerade an der Planung für einen Holzräucherschrank, und finde Deine Beschreibung klasse.

    Hab mich auch für die Rauspund / Profilholz-Lösung entschieden, und bin noch am überlegen welchen Materialstärke ich nutzen soll.
    Du hast doch sicher schon erfahrungen mit deinem Räucherschrank gemacht.
    Würdest Du wieder 12mm Profilholz nehmen oder würdest du zu dickerem Material greifen?
    Wie sieht es mit der Temperatur aus?

    Vielen dank für diese TOP Beschreibung.

    1. Kurz gesagt: Ich würde dichteres Holz auch mit stabileren Profilen (Nut/Feder) verwenden. Das Problem dabei und insgesamt ist das Gewicht des Schrankes am Ende. Ich hatte mir ursprünglich vorgestellt, den Schrank auf Rollen mal eben raus und rein zu fahren – nun wiegt dieser aber aktuell mehr als 100kg, so dass ein einfaches herumtragen ausfällt. Insgesamt ist mehr Materialstärke besser für die Isolierung (evtl. kann man dann sogar auf die Zwischenschicht verzichten), hat aber höheres Gewicht zur Folge.
      VG und viel Spaß beim Bauen 🙂 Der Weg ist das Ziel!

  7. Hallo Christoph!
    Ein wirklich schöner Blog und toller Baubericht! Die Räucherkammer ist Dir wirklich gut gelungen. Und Du hast natürlich Recht: Selbstbauen heißt nicht nur Geld sparen, sondern auch sich seine Wünsche nach der eigenen Vorstellung zu erfüllen.
    Da uns Dein Projekt so gut gefällt – magst Du’s uns auch auf unserer Facebookseite vorstellen (www.facebook.com/SPAX)? Danke, dass Du auf SPAX gesetzt hast!

    Viele Grüße aus Ennepetal,
    Dein SPAX-Team

  8. Hallo Christoph !
    Danke für den tollen Bericht. Ich habe eine Frage zum Schornstein. Wie stellst du sicher, dass nicht sofort der ganze Rauch durch den Schornstein entweicht ?
    Hast du da eine Klappe eingebaut ?

    liebe Grüße aus Österreich
    Rainer

    1. Hallo Rainer,
      exakt, ja. Ich habe eine Drosseklappe im Rohr verbaut, so dass der Luftzug je nach Bedarf geregelt werden kann. Die Alternative wäre ein dünneres Rauchrohr!
      Grüße, Christoph

  9. Gratulation zu diesem tollen Räucherofen. Bin soeben aus der Republik Benin zurück; habe dort gesehen, wie unter schwierigsten Arbeitsbedingungen (den ganzen Tag Rauch eingeatmet und Rauch in den Augen), die Frauen Fische räuchern (mit Abfallkarton !! versehen mit Leim und Druckerfarben !!) Werde einen Prototypen erstellen und mit dem nächsten Container runterschicken. Wir haben dort ausgezeichnete Schreiner; die sind wahrscheinlich in der Lage diesen Räucherofen nachzubauen. Eine Frage: wieviel (ca. in Kg) Sägemehl fasst der Behälter ?

    Danke im Voraus fürs Feedback. Gruss Dani

    1. Der Sparbrand fasst ca. 2 kg Sägemehl, kann aber ggf. auch größer/kleiner dimensioniert werden. Übrigens kann ich damit 12 Stunden am Stück räuchern, was für einen Durchgang auf jeden Fall ausreicht. Es freut mich natürlich auch, dass der Räucherofen gefällt – ein Bau ist für einen Schreiner sicherlich kein Problem! VG, Christoph

  10. Hallo Christoph,

    ein toller Räucherofen. Eine Frage habe ich aber. Ist die Tür zur Räucherkammer „luftdicht“? Oder entweicht dort währenddes räucherns Rauch?

    Grüße
    Arno

    1. Hi Arno, bei mir entwich zu Beginn am oberen Ende etwas Luft, was ich durch kleinere Korrekturarbeiten allerdings beheben konnte. Allgemein würde ich bei der Abdichtung allerdings nur zu Naturstoffen raten, da Ausdünstungen von Gummi-Lippen o.ä alles Andere als Gesund sein können. VG! Christoph

    1. Hi Fabian,
      das war in der Tat etwas trickreich. Ich würde empfehlen, einen hitzeresistenten Gummi zur Dichtung zu verwenden, bzw. eine Dichtmasse die Hitzestabil und elastisch bleibt. Für mich tats in diesem Fall ein Gummibandn, das ich entsprechend um das Ofenrohr gewickelt habe.

      BG, Christoph

    1. Hi Michael, ich räuchere im Ofen bis ca. 90°, alles darüber macht meiner Meinung nach in einem Holzofen nicht mehr sehr viel Sinn, bzw. sollte man dann auch über eine bessere Isolierung nachdenken. VG, Christoph

    1. Hi Peter, ich habe mir beim Metzger einen 20-Kilo Sack Räuchermehl (Buche) geholt, der reicht bei mir locker für 10 komplette Räuchervorgänge (jeweils einige Tage). VG, Christoph

  11. Hallo, echt spitze dein Schrank!! Bin auch gerade am planen und bauen. Wollte fragen, wie stark sind eigentlich deine Türen und wie verriegelst du diese?

    1. Hi Lars, die Türen sind mit 5-er (cm) Profilen konstruiert und haben innen ebenfalls eien dünne Schicht Kork-Isolierung. Verriegelt werden diese einfach über einen Schieber von außen (siehe auch Bilder im Beitrag). Etwas problematischer ist die Abdichtung der Türen gegen Luftzug, hier musste ich improvisieren und auch mit Holz einmal nacharbeiten. VG, Christoph

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