Benessere im Villnößtal

„Val di Funes – das Villnößtal – ist wohl eines der touristisch am „naturbelassensten“ Täler Südtirols“ liest man immer wieder bei der Ortswahl für Südtirol. Nach 5 Tagen Urlaub in diesem malerischen Tal kann ich diese Aussage voll bestätigen. Nicht nur, dass man dort keine großen Bettenburgen findet. Auch sind die Gasthöfe und Pensionen meist in (ehemaligen) Höfen untergebracht und bieten die perfekte Kulisse für einen entspannten Urlaub.

Sobutsch Gipfelblick
Ausblick vom Gipfel des Sobutsch

 

Auch wenn das Wetter nicht unbedingt mitspielt (4 von 5 Tagen mit zumindest teilweise Regen), kann man in den nahe gelegenen Orten viele Dinge unternehmen. Brixen lockt mit einer schönen Altstadt, in der man schön bummeln (und einkaufen) kann. Perfekt zum flanieren! Bozen und Umgebung bieten neben einer schönen Stadt-Kulisse auch viele interessante Burgen und Schlösser, den Ritten und natürlich das Archäologie-Museum mit dem weltbekannten Ötzi/Iceman. Hier kann man sich mittlerweile übrigens lange Wartezeiten ersparen, indem man Tickets vorab übers Web kauft. Vilnöß hat weiterhin ein Mineralienmuseum (Teis), verschiedene Naturpfade, einen Hochseilgarten, Klettergarten, sowie einige Restaurants und Pizzerien.

Da sich Südtirol vornehmlich auch zum Wandern eignet, haben wir natürlich auch die mögliche Zeit genutzt, um die Umgebung etwas zu erkunden. Neben der Besichtigung des Adolf-Munkel Wegs, der herrliche Blicke zu den Geislerspitzen bietet und diese einmal komplett unterhalb entlang wandert, war für uns der Aufstieg zum Sobutsch sicherlich ein Highlight der Woche. Der Aufstieg zum Gipfel bietet tolle Ausblicke und der Gipfel eine wunderbare Sicht auf Puez und Geisler, bei ebenso herrlicher Weitsicht bis in die Ötztaler Alpen.

Geislerkar
Aufsicht auf die Geislerspitzen mit imposantem Kar unterhalb

 

Die Tour selbst führt vom Parkplatz Zanser-Alm (Tagesgebühr 4€, Stand August 2013) zuerst am Tschantenon-Bach entlang in Richtung der gleichnamigen Alm. Nach etwa 30 Minuten Aufstieg erreicht man eine Abzweigung, an der man entweder weiter zum Adolf-Munkel-Weg (rechts) abbiegt, oder weiter in Richtung Schlüterhüte und Kreuzjoch. Nach dem halbwegs steilen Aufstieg aufs Joch zeigen sich die Geisler und die Puezgruppe von ihrer prächtigen Seite – imposant!

Blick auf die Geisler-Puez-Gruppe am Aufstieg zum Kreuzjoch
Blick auf die Geisler-Puez-Gruppe am Aufstieg zum Kreuzjoch

Weiter geht es vom Joch immer in Richtung Schlüterhütte. Wir wandern hier am Sattel des Sobutsch entlang, von dessen Ende ein unmarkierter Steig zum Gipfel führt.  Hier zeigen sich mit einer 360° Rundumsicht die Geisler, aferer Geisler, Peitlerkofel, Tofanen, Puezgruppe, sowie die Ötztaler und andere Teile der Zentralalpen bei guter Fernsicht.

360° Panorama vom Gipfel des Sobutsch mit Geislerspitzen (Links – Osten), Ötztaler Alpen (Mitte-links, Nord-Osten), Peitlerkofel (Mitte – Norden), Tofanen (Mitte-rechts – Westen) und Puezgruppe (Rechts – Süden)

 

Vom Gipfel geht es schließlich zur Schlüterhütte, die perfekt für eine Einkehr gelegen ist. Nach Pommes und Kaiserschmarrn geht es dann weiter hinab in Richtung Zans. Dabei sind wir den (zu Beginn steileren) Abstieg über die Kaserillalm gewandert. Alternativ geht es über den Güterweg zur Gampenalm und von dort weiter in Richtung Zans. Insgesamt ist die Tour mit Pausen perfekt als Tagesausflug, die gesamte Gehzeit ist etwa 4:30h.

Um euch noch etwas Lust auf die wunderbare Gegend rund ums Villnößtal zu geben gibt es am Schluss wie gewohnt wieder eine Zusammenstellung einiger Fotos entlang der Tour, sowie das detaillierte Tourenprofil zum Download.

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