Stärken regionaler Rassen und Produkte

Eine Investition in die regionale Landwirtschaft

Stärken regionaler Rassen und Produkte
Stärken regionaler Rassen und Produkte

Kartoffelkombinat, Genussgemeinschaft und co. schleichen immer wieder durch die Deutschen Medien – und das ist gut so! Mittlerweile erkennen mehr und mehr Konsumenten, dass Qualität bei Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten einen Mehrwert bietet, der die etwas höheren Kosten mehr als deutlich ausgleicht.

Mittlerweile gibt es dabei in Deutlschland verschiedenste Initiativen, bei denen sich Konsumenten auch längerfristig und solidarisch engagieren können. Ziel der Initiativen ist meist, gemeinschaftlich Lebensmittel zu produzieren oder deren Produzenten zu unterstützen. Kurz will ich hier drei der Bekanntesten Ansätze beschreiben:

  • Kartoffelkombinat – „München ist ein Dorf“ – Deutschlands wohl bekannteste (und erfolgreichste) solidarische Landwirtschaft. Ähnlich zum Konzept des ‚Urban Farming‚, das mittlerweile in zahlreichen Deutschen Städten verfolgt wird, werden hier solidarisch und gemeinschaftlich Gemüse angebaut und Lebensmittel hergestellt, die entsprechend in der Genossenschaft verteilt werden. Dabei expandiert das Projekt nach und nach und zählt aktuell rund 450 Familien und bietet aktuell neben Gemüse auch Backwaren an.
  • Genussgemeinschaft Städter und Bauern verfolgt einen anderen Ansatz um lange Lieferwege für Lebensmittel zu umgehen, gleichzeitig aber die regionale Landwirtschaft zu stärken. So wird einerseits die Möglichkeit für Bauern geschaffen, auf eigene Betriebe, Produkte und Hofläden aufmerksam zu machen. Andererseits können Interessierte aber auch gezielt in Betriebe investieren, um dies bei entsprechenden Bauvorhaben o.ä zu unterstützen und als Gegenleistung (Rendite) Lebensmittel zu erhalten. Je nach Vorhaben werden dabei unterschiedlich viele Investoren gesucht und möglichst langfristig gebunden.
  • Slowfood e.V. ist wohl der mit Abstand bekannteste Verein in Deutschland und weltweit, der sich als Ziel setzt Genuss (regional) zu stärken und entsprechend Hunterttausende Anhänger hat. Eines der interessantesten Projekte ist dabei die „Arche des Geschmacks“, unter dessen Programm fast vergessene Produkte, Tiere und ähnliches einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und so dazu beigetragen wird, deren Überleben langfristig zu sichern. Als Konsument hat man hier leider wenig Möglichkeiten selbst aktiv zu werden, außer entsprechende Produkte zu kaufen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Trend der letzten Monate und Jahre sich auch weiterhin verstärkt, so dass regionale und alte Produkte langfristig gesichert werden können. Als Konsument wäre dabei beispielsweise ein ‚Investment‘ in einen lokalen Produzent mit entsprechender Lebenmittel-Rendite oft auch finanziell lukrativer als eine Anlage am Aktienmarkt oder Tagegeldkonto.

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